Bachelor- und Masterarbeiten


Unsere Arbeitsgruppe erforscht aus einer Perspektive der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne kognitive, emotionale und motivationale Teilprozesse. Ein erstes übergeordnetes Forschungsziel besteht in der Beschreibung und Erklärung von Altersunterschieden in diesen Teilprozessen. Ein weiteres Forschungsziel besteht in der Beantwortung der Frage, inwieweit die identifizierten Altersunterschiede in kognitiven, emotionalen und motivationalen Prozessen adaptiv sind und beispielsweise mit einem hohen Wohlbefinden oder einer guten körperlichen Gesundheit einhergehen. Qualifizierungsarbeiten in unserer Arbeitsgruppe nutzen methodisch in der Regel experimentalpsychologische Paradigmen. Die interessierenden Prozesse werden möglichst auf verschiedenen Ebenen erfasst: standardisierte Selbstberichtmaße, halbstandardisierte Denkprotokolle, nonverbales Verhalten, Aktivität des Autonomen Nervensystems.

Themenübersicht

Soziale Gradienten in Gesundheit und Wohlbefinden und deren Veränderungen über die Lebensspanne
Ansprechperson: M. Sc. Maria Blöchl

Status über die Lebensspanne
Ansprechperson: Dr. David Weiss

Führen statt fühlen: Der Zusammenhang zwischen Empathie und beruflicher Position
Ansprechperson: Dr. Cornelia Wieck

Zeitbedarf

Die Arbeit an den Abschlussarbeiten (Bachelor und Masterarbeiten) ist laut Studienordnung für das Sommersemester vorgesehen. Um eine empirische Arbeit im Themenbereich der Entwicklungspsychologie anfertigen zu können, ist jedoch in der Regel ein längerer zeitlicher Vorlauf erforderlich. Daher empfehlen wir, bereits im Semester vor der beabsichtigten Hauptarbeitsphase (also meist im Wintersemester) mit der Themenerarbeitung und organisatorischen Vorbereitung zu beginnen.

Vergabe

Die Themen, die von unserer Arbeitsgruppe für Abschlussarbeiten angeboten werden, veröffentlichen wir regelmäßig an unserem schwarzen Brett (3.OG zwischen den Räumen 3010 und 3009) und auf der Homepage. Sie können sich um die Vergabe dieser Themen ganzjährig bewerben. Senden Sie dazu eine Email mit Angaben zu Studienverlauf und Studienleistungen sowie relevanten Vorerfahrungen (z.B. aus Praktika oder SHK-Tätigkeiten) an die angegebene Kontaktperson. Sie können auch einen eigenen Themenvorschlag machen. Senden Sie in diesem Fall ein maximal einseitiges Exposé Ihres Vorhabens an Frau Prof. Kunzmann.

Meist wollen mehr Studierende ihre Abschlussarbeiten in der Arbeitsgruppe Entwicklungspsychologie schreiben, als es unsere Kapazität erlaubt. Wir wählen daher aus. Kriterien sind allgemein: Studienleistungen, relevante Vorerfahrungen und Engagement, bei eigenen Themenvorschlägen zusätzlich: Qualität und Realisierbarkeit des Vorhabens.

Soziale Gradienten in Gesundheit und Wohlbefinden und deren Veränderungen über die Lebensspanne

Die Entwicklung von Gesundheit und Wohlbefinden über die Lebensspanne wird beeinflusst von einer Vielzahl biologischer, psychologischer, und sozialen Faktoren. Psychologische Forschung konzentrierte sich in den letzten Jahren überwiegend auf die Untersuchung der Relevanz individuelle Bedingungen (z.B. Gesundheitsverhalten wie Rauchen oder Ernährung, oder Persönlichkeit) für 'gesundes Altern'. Zunehmend rücken jedoch (wieder) soziale Faktoren, wie z.B. der sozioökonomische Status in den Fokus. In einer Reihe von aktuellen Forschungsprojekten untersuchen wir, wie die Entwicklung von Gesundheit und Wohlbefinden über die Lebensspanne innerhalb und zwischen Gesellschaften von sozialen Faktoren geformt wird. Hierbei kombinieren wir verschiedene Untersuchungsmethoden, mit besonderem Fokus auf Makro- und Mikrodynamiken aus (intensiven) Längsschnittdaten.

Zu konkreten Projekten wird es laufend Ausschreibungen für Abschlussarbeiten geben; sie können sich bei Interesse auch initiativ bewerben. 

Zur Zeit gibt es keine aktuellen Ausschreibungen.

Ansprechperson: Maria Blöch

Sozialer Status über die Lebensspanne

Sozialer Status bezieht sich auf das Ansehen, die Wertschätzung und den Respekt einer bestimmten Person oder Gruppe in den Augen anderer. Sozialer Status ist in der Regel ungleich zwischen Personen und sozialen Gruppen verteilt. Viele Studien zeigen, dass sozialer Status einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit haben kann. Dennoch sind bisher die zugrundeliegenden kognitiven, emotionalen und physiologischen Prozesse von Statusveränderungen über die Lebensspanne noch unklar.

Biopsychosoziale Mechanismen: Wann und wie gehen altersbedingte Veränderungen des sozialen Status "unter die Haut"? Welche Rolle spielen dabei Emotionen?

Altersunterschiede: Wie reagieren junge, mittelalte und ältere Erwachsene auf Veränderungen im sozialen Status? Unterscheiden sich Menschen unterschiedlichen Alters in ihren emotionalen, physiologischen und sozial-kognitiven Reaktionen?

Quellen: Was sind die individuellen und gesellschaftlichen Determinanten von sozialem Status? Welche Rolle spielen z.B. Überzeugungen und Einstellungen zum Älterwerden oder aber auch kritische Lebensereignisse und Übergänge für die Veränderung des sozialen Status?

Intergenerationale Beziehungen: Unterscheiden sich verschiedene Generationen hinsichtlich ihres sozialen Status? Unter welchen Bedingungen sind intergenerationale Beziehungen eher durch gegenseitige Unterstützung und weniger durch Konflikte gekennzeichnet?

Ansprechperson: Dr. David Weiss

Führen statt fühlen: Der Zusammenhang zwischen Empathie und beruflicher Position

Früher oft belächelt, avancierte Empathie binnen eines Jahrzehnts zu einer zentralen Anforderung verschiedener beruflicher Tätigkeitsfelder. Zahlreiche Studien belegen beispielsweise, dass ein/e sozial kompetente/r Vorgesetzte/r nicht nur für ein gutes Betriebsklima sorgt, sondern auch die Leistungsfähigkeit ihrer/seiner Mitarbeiter/innen und damit den wirtschaftlichen Mehrwert für das Unternehmen erhöht. Umstritten ist jedoch bislang, ob und inwiefern sich die empathischen Fähigkeiten von Berufstätigen in Abhängigkeit von ihrer beruflichen Position unterscheiden. Ziel der Qualifikationsarbeit besteht darin zu untersuchen, ob und wenn ja wie die empathischen Fähigkeiten von Beschäftigten und deren berufliche Position zusammenhängen.

Im Zuge einer Online-Studie werden Daten von Personen unterschiedlichen Alters in verschiedenen beruflichen Positionen erhoben. Die Empathie der Berufstätigen wird mittels eines in der Arbeitsgruppe etablierten Verfahrens test-basiert erfasst. Das Projekt eignet sich für Bachelorstudierende, die Interesse an der Verknüpfung von entwicklungspsychologischer Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung aus dem Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie haben.

Zu konkreten Projekten wird es laufend Ausschreibungen für Abschlussarbeiten geben; sie können sich bei Interesse auch initiativ bewerben. 

Zur Zeit gibt es keine aktuellen Ausschreibungen.

Ansprechpersonen: Dr. Cornelia Wieck


letzte Änderung: 15.03.2021 

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