Eine Unterart des individuellen Spielens ist Rutschen, Wippen und Drehen, kurz: freiwillige passive Bewegung. Wir untersuchen inwieweit sich diese auch bei Insekten finden lässt.

Fliegenaktivitätsspur, gerendert in MATLAB (Bild: W. Huetteroth)
movement activity of a fly over 4 days (pic: W. Huetteroth)

Was?

Viele Tiere setzen sich vorsätzlich passiven Bewegungen aus wie z.B. Schaukeln, Rutschen oder Drehen. Findet man ähnliches Verhalten in Insekten, und falls ja - warum?

Wie?

Wir beobachten Fliegen in stressfreier Umgebung, in der sie bei Belieben auf eine sich drehende Plattform wechseln können. Anschliessend suchen wir 1) nach stereotypen Verhaltensmustern in ihrem Bewegungsverhalten und 2) testen Karussell-exponierte Männchen auf ihren Balzerfolg im Vergleich zu Kontrolltieren.

Warum?

Wir nehmen dieses Verhalten als Modell, um dem evolutionären Vorteil von individuellem, spiel-ähnlichem Verhalten auf den Grund zu gehen.

Publikationen

A screen for constituents of motor control and decision making in Drosophila reveals visual distance-estimation neurons
Triphan T, Nern A, Roberts SF, Korff W, Naiman DQ, Strauss R.
Sci Rep. 2016 Jun 3;6:27000.
DOI: 10.1038/srep27000
PMID: 27255169

Layered reward signalling through octopamine and dopamine in Drosophila
Burke CJ*, Huetteroth W*, Owald D, Perisse E, Krashes MJ, Das G, Gohl D, Silies M, Certel S, Waddell S.
Nature. 2012 Dec 20;492(7429):433-7.
DOI: 10.1038/nature11614
PMID: 23103875

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