Mentoring  


Mentoring an der Fakultät für Lebenswissenschaften

Das Mentoring der Fakultät kann mit unterschiedlichen Projekten in verschiedenen Lebens- und Lern-Phasen ansetzen und Unterstützung bieten: von Schüler_innen über Studierende bis hin zu Alumni und den Fachwissenschaftler_innen. Als Mentor der Fakultät verstehe ich mich dabei als Koordinator und zentraler Ansprechpartner. Alle Ideen und Projekte sollen in Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Institutionen (z.B. Fachschaften, Alumniverein, Career Service etc.) entwickelt und durchgeführt werden. Bereits bestehende Angebote sollen unterstützt werden.


Die Projekte

Kinderuniversität

Webseite der Kinderuniversität

Schon im (Vor-) Schulalter können Grundlagen für das Interesse an (natur-) wissenschaftlichen Themen gelegt werden. Kindgerecht aufbereitete Inhalte sollen Spaß machen und erste Berührungspunkte mit der Wissenschaft vermitteln. Unsere Fakultät bietet eine große Bandbreite an wissenschaftlichen Themen, die an interessierte Kinder weitergeben werden können. Eine Bündelung von Ressourcen in Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten erscheint hier sehr sinnvoll.

Eine Zusammenarbeit mit der Botanikschule wird dabei angestrebt.

Schülerlabor

Ein Schülerlabor kann das Interesse an unseren Studiengängen wecken. Um Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern und über Arbeitsweisen zu informieren, sind deutschlandweit Schülerlabore entstanden. Diese Schülerlabore haben u.a. die Aufgabe, Experimente im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts durchzuführen.
 
Ein Schülerlabor der Fakultät für Lebenswissenschaften sollte einen etwas anderen Ansatz haben. Schüler_innen sollen hier Informationen erhalten, wie an unserer Fakultät gelehrt und studiert wird, und konkrete Einblicke in die aktuellen Forschungen bekommen. Dabei sollten möglichst alle 4 Institute vertreten sein, um das breite wissenschaftliche Spektrum zu zeigen.
 
Grundsätzlich wären dabei zwei unterschiedliche Varianten denkbar, die idealerweise kombiniert werden sollten:
1.     Es werden für die Schüler_innen Bildschirmarbeitsplätze eingerichtet. Hier können Informationen abgerufen werden: sowohl in Textform als auch als Animationen. Außerdem wäre Videomaterial empfehlenswert und notwendig, das Experimente zeigt (z.B. auch live per Webcam).
2.     Es werden ein oder mehrere Labore eingerichtet, in denen Mitarbeiter_innen der Fakultät Experimente live durch- und vorführen können.
 
Besondere Schwierigkeit sind hierbei die zusätzlichen finanziellen Mittel, da der Aufbau und die Einrichtung finanziert und das Schülerlabor unterhalten werden müssen. Es wäre zu überlegen, inwieweit hierfür Fördermittel beantragt und Sponsoren gefunden werden könnten.

Schülerportal und Informationen auf der Fakultätswebsite

Über das Internet können Schüler_innen angesprochen werden, die zum einen grundsätzliches Studieninteresse haben, vielleicht aber noch nicht wissen, welchen Studiengang sie wählen wollen, zum anderen aber auch diejenigen, die schon ganz konkrete Informationen für einen Studiengang benötigen.
 
Aus dem Internetportal „Abenteuer FernOst - Leipzig studieren!“ wird zukünftig ein zentrales Schülerportal der Universität für Studieninteressierte. Dieses wird in Zusammenarbeit der Fakultäten mit dem Prorektor für Bildung und Internationales sowie den Dezernaten 2 und 5 aufgebaut. Die Fakultäten müssen hierbei die Inhalte zuarbeiten, während die eigentliche Umsetzung zentral erfolgen soll. Des Weiteren soll ein Informations- und Imagefilm gedreht wird, der Lust auf Studium und Wissenschaft macht sowie die wichtigsten Fragen zum Studium und den Fächern beantwortet.

Mentoring

Dieses Projekt bildet das Kernstück des Mentorings an der Fakultät. Es soll den Studienanfänger_innen und den neu an unserer Fakultät Studierenden den Einstieg in den Universitätsalltag erleichtern.
 
Über einen bestimmten Zeitraum werden dabei die Mentees durch einen erfahrenen Studierenden zu allen Studienangelegenheiten (und darüber hinaus) individuell beraten und begleitet. Mentee und Mentor_in sind dabei gleichberechtigt. Kernstück ist dabei der persönliche Austausch zwischen Mentee und Mentor_in. Als Mentor_innen eignen sich im Wesentlichen engagierte Studierende höherer Semester (idealerweise Masterstudent_innen), die ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben möchten. Mentees und Mentor_innen bewerben sich und werden für einen Zeitraum von 1 oder 2 Semestern zu Tandems zusammengestellt. Ein/e Mentor_in sollte dabei maximal 5 Mentees beraten, da der persönliche Kontakt wichtig ist. Wenigstens zweimal im Semester kommen Mentees und Mentor_innen zu einem persönlichen Treffen zusammen. Darüber hinaus sollten die Mentor_innen für die Mentees auch per E-Mail und/ oder Telefon erreichbar sein.

Ein ganz besonderer Fokus sollte hierbei auf ausländische Studierende gelegt werden. Nicht selten ist hier ein besonders intensives Betreuungsverhältnis notwendig. Dies beginnt damit, dass die Kenntnisse der deutschen Sprache für das Studium nicht ausreichend sein können und die deutsche Kultur den Gaststudent_innen erst „vermittelt“ werden muss. Evtl. finden sich hierfür Sprachtandems zusammen – ein weiterer positiver Aspekt, der gezielt gefördert werden könnte. Hierbei kann ggf. auch eine Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum erfolgen.

Begleitend zur Zusammenarbeit in den Mentoring-Tandems soll perspektivisch ein Rahmenprogramm aus verschiedenen Veranstaltungen angeboten werden, damit Kompetenzen (weiter-) entwickelt werden können.

Wissenschaftliches Arbeiten

Das Erlernen wissenschaftlicher Arbeitsmethoden ist Voraussetzung für das Verfassen von (Abschluss-) Arbeiten. An allen Instituten werden Module angeboten, die diese Methoden vermitteln. Teilweise sollten diese Veranstaltungen früher angesetzt werden, da besonders für die Bachelorarbeit auch schon die entsprechenden Arbeitstechniken beherrscht werden müssen. Solche Methoden könnten z.B. im Rahmen von Tutorien begleitend vertieft und auch bereits während des Bachelorstudiums vermittelt werden. Eine Tutor_innenqualifizierung, die von der Universität selbst angeboten wird, kann darüber hinaus die didaktischen Kompetenzen der Tutor_innen schulen.
 
Ein weiterer Ansatz wäre eine schriftliche Handreichung als Grundlage des wissenschaftlichen Arbeitens. Ein solches Propädeutikum kann in Zusammenarbeit aller Institute verfasst werden. Es soll nicht die Tutorien ersetzen, aber z.B. durch Literaturlisten, Zitierhinweise etc. ergänzen.
 
Themenvorschläge:
-        Präsentationen
-        Lesetechniken
-        Literaturrecherche
-        Grundlagen einer wissenschaftlichen Arbeit: Zitierweise etc.,
          Verfahren der Datengewinnung
-        Schreibtutorien/ Verfassen von Hausarbeiten

Propädeutikum für die Fächer Biochemie und Biologie
Propädeutikum für das Fach Psychologie

 

Studienbegleitende und berufsvorbereitende Qualifikationen/ SoftSkills

Erarbeitet werden soll eine Reihe von Veranstaltungen (Workshops, Präsentationen), die Qualifikationen im Hinblick auf das Studium und den Einstieg ins Berufsleben vermitteln. Diese könnten beispielsweise durch Studierende oder Mitarbeiter_innen der Fakultät vermittelt werden. Hierbei soll eine enge Zusammenarbeit mit dem Career Service erfolgen, jedoch sollen die Angebote nicht einfach übernommen, sondern spezifisch auf die Bedürfnisse unserer Fakultät angepasst werden.
 
Themenvorschläge:
-        Erstellung einer Bewerbung
-        Kommunikation (Besprechungen, Diskussionen)
-        Rhetorik
-        Arbeitsorganisation/ Zeitmanagement
-        (Mitarbeiter-) Führung
-        (Business-) Etikette, Manieren, Umgangsformen
-        Publizieren: Grundregeln, Akquise
-        Konfliktmanagement

Berufsorientierung

Während und v.a. auch am Ende des Studiums ist es wichtig, Studierenden aufzuzeigen, welche beruflichen Möglichkeiten Ihnen offenstehen. Um die Bandbreite unterschiedlicher Berufsfelder aufzuzeigen, bietet es sich an, z.B. ehemalige Absolvent_innen einzuladen, damit diese über ihre eigenen Erfahrungen berichten. Hierbei sollen nicht nur die üblichen Berufswege vorgestellt werden, sondern insbesondere auch ungewöhnliche. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Förder- und Alumniverein (insbesondere in Zusammenhang mit der Vorlesungsreihe „Berufsbilder“), sowie dem Career Service wird angestrebt.
 
Der Bedarf an Absolventen aus unserer Fakultät ist auf dem Arbeitsmarkt sehr groß. Daher bietet es sich an, potentielle Arbeitgeber für eine Jobmesse einzuladen, damit diese sich unseren Studierenden vorstellen können.

Weiterbildung


Lebenslanges Lernen und Weiterbildung erhalten in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Für alle Alumni und andere Interessierte sollten nach Möglichkeiten Weiterbildung angeboten werden. Dies kann z.B. im Rahmen bereits bestehender Veranstaltungen erfolgen. Vorstellbar ist, dass die Schlüsselqualifikationsmodule bzw. die entsprechenden Ringvorlesungen für Interessierte geöffnet werden. Gleichzeitig können wissenschaftliche Vorträge u.ä. gezielter als Möglichkeiten zur Weiterbildung „angepriesen“ werden. Der Fokus sollte daher bewusst darauf liegen, diese Informationen auch außerhalb der Fakultät bzw. Universität zu verbreiten.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, z.B. Vorlesungen live oder aufgezeichnet als E-Learning bereitzustellen (vgl. E-Learning-Service der Universität, iTunes U). Dies bietet gleichzeitig die Möglichkeit, unsere Wissenschaft nach außen zu tragen und damit Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Außerdem stärkt dies die Verbindung der Alumni zu unserer Fakultät.


Haben Sie weitere Hinweise, Ideen oder Vorschläge? Dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf!




letzte Änderung: 28.09.2017 

Kontakt

Marco Weiß
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