Die psychotherapeutische Hochschulambulanz für Erwachsene bietet Diagnostik und Behandlung im Rahmen von Forschung und Lehre an.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist der Betrieb in unserer Hochschulambulanz im Moment eingeschränkt. Unser wichtigstes Ziel ist es, unsere Patient:innen ebenso wie unsere Mitarbeiter:innen vor einer weiteren Verbreitung des Virus zu schützen. Hierfür ist es notwendig, direkte Kontakte gemäß der behördlichen Anordnung weitgehend zu vermeiden. Für unseren Betrieb heißt das folgendes:

Laufende psychotherapeutische Behandlungen sind weiterhin möglich. Wir bieten Sitzungen vor Ort, Videobehandlungen und stützende Telefongespräche an. Bitte wenden Sie sich an Ihre Therapeutin, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bitte beachten Sie, dass persönliche Kontakte nur unter strengster Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt werden.

Ab sofort sind wieder Aufnahmegespräche möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass die grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an einer Videobehandlung besteht, also die technischen und räumlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden (PC oder Laptop mit Kamera, Mikrofon und Lautsprechern, Internetverbindung, ungestörte Umgebung).

Die Anmeldung hierfür ist jeden Montag und Donnerstag von 13:30 bis 15:00 Uhr möglich.

Leitung

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Prof. Dr. Cornelia Exner

Universitätsprofessorin

Klinische Psychologie und Psychotherapie
Städt. Kaufhaus
Neumarkt 9
04109 Leipzig

Allgemeine Informationen

Die psychotherapeutische Hochschulambulanz für Erwachsene am Institut für Psychologie der Universität Leipzig besitzt die Ermächtigung, ambulante psychotherapeutische Behandlungen in dem für Forschung und Lehre erforderlichen Umfang durchzuführen. Die Ambulanz bietet kognitiv-verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlungen an. Die Kosten der Behandlungen werden in der Regel von Kostenträgern der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, aber auch von Unfallversicherungen oder Berufsgenossenschaften übernommen.

In der Hochschulambulanz sind Diagnostik und Therapie  eng mit unseren Forschungsarbeiten zu Entstehung, Verlauf und Behandlung von psychischen Erkrankungen verknüpft. Dadurch befinden sich unsere diagnostischen Methoden und Behandlungsangebote immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Den Forschungsschwerpunkten der Arbeitsgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie entsprechend, können wir eine besondere diagnostische und Behandlungsexpertise für Patienten anbieten, die unter Anpassungsstörungen, Zwangsstörungen oder Depressionen leiden oder bei denen sich psychische Probleme nach einer Hirnschädigung ergeben haben.

Spezielle Behandlungsangebote

Den Forschungsschwerpunkten der Arbeitsgruppe entsprechend können wir eine besondere diagnostische- und Behandlungsexpertise für Patienten anbieten, die unter Depressionen, Zwangsstörungen, Essstörungen sowie ADHS im Erwachsenenalter leiden oder bei denen sich Probleme nach einer Hirnschädigung ergeben haben.
Bei Patienten mit einer solchen Symptomatik kann unter Umständen auch eine bevorzugte Aufnahme mit kürzeren Wartezeiten erfolgen.

Allgemeines Behandlungsangebot

Das ambulante psychotherapeutische Behandlungsangebot richtet sich vor allem an Patienten mit:

  • Zwangsstörungen
  • ADHS im Erwachsenenalter
  • Depressiven Störungen
  • Anpassungsstörungen und neuropsychologische Störungen nach einer erworbenen Hirnschädigung (Schlaganfall, Schädelhirntrauma u. a.)
  • Angststörungen (z.B. soziale Ängste, Panikstörung, Phobien)
  • Reaktionen auf schwere Belastungen oder traumatische Erfahrungen (Todesfälle, Vergewaltigung, Überfälle, Verkehrsunfall u.a.)
  • Anpassungsstörungen in Reaktion auf schwierige lebensgeschichtliche Ereignisse (Arbeitslosigkeit, Erkrankungen, Verluste u.a.)
  • Schizophrenie und andere psychotische Störungen (post-akut)
  • Essstörungen (z. B. Bulimie, Magersucht, Essanfällen)
  • Sexuellen Funktionsstörungen (z. B. Erektionsstörungen, Vaginismus)
  • Psychosomatischen Erkrankungen
  • Somatoformen Störungen
  • Chronischen Schmerzen

Wenn Sie an einer Behandlung in unserer psychotherapeutischen Hochschulambulanz interessiert sind, dann melden Sie sich zunächst telefonisch während unserer Sprechzeiten an. Sie erhalten direkt einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde (Erstgespräch).
In einem Erstgespräch in unserer Ambulanz verschafft sich dann ein therapeutischer Mitarbeiter/eine therapeutische Mitarbeiterin einen Eindruck über Ihre Problemlage und erläutert Ihnen Behandlungsmöglichkeiten und –ablauf. Bis zu 4 probatorische (vorbereitende) Sitzungen dienen der weiteren diagnostischen Abklärung und Informationsgewinnung. Sollte eine Psychotherapie indiziert und gewünscht sein, wird ein Antrag bei Ihrer Krankenkasse gestellt. Gesetzliche und private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Behandlung in unserer Ambulanz.
Die Therapiesitzungen finden i.d. R. wöchentlich in den Räumen unserer Ambulanz statt und dauern 50 min. Wir bieten verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlungen an.
Um die Qualität der psychotherapeutischen Behandlung in unserer Ambulanz zu sichern und weiter zu steigern, werden Therapiefortschritte und -ergebnisse regelmäßig durch Fragebögen, Interviews und Tests evaluiert.

Praktikumsinhalte

  • Kennenlernen des Berufsfelds des Psychologischen Psychotherapeuten/ der Psychologischen Psychotherapeutin
  • Möglichkeit zur Hospitation in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung (Psychotherapeutische Sprechstunden, klinisch-psychologische Diagnostik, Anamnesegesprächen, ggf. Gruppen- und Einzeltherapien)
  • Auswertung und Durchführung diagnostischer Untersuchungen (Fragebögen, ggf. Interviews) unter Supervision
  • Datenpflege und Auswertung der standardisierten klinisch-psychologischen Diagnostik
  • Unterstützung bei Aufgaben der Ambulanzorganisation (z.B. Datenverwaltung, Patientenmanagement, Abrechnung etc.)
  • Teilnahme an Teambesprechungen und Fortbildungsveranstaltungen

Rahmenbedingungen

  • Studierende der Psychologie mit Interesse an klinischer Tätigkeit und im fortgeschrittenen Studium (mind. 4. Semester Bachelor oder Masterstudiengang)
  • Studienbegleitendes Praktikum im Umfang von 15-20h/Woche
  • Mindestzeitraum 3 Monate, gerne länger

Voraussetzungen

  • Vorzugsweise Studierende im Master-Studiengang Psychologie (Bachelor-Studierende sofern das Praktikum im Modul 11044 anerkannt werden soll)
  • Sehr gute soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit
  • Interesse an Fragestellungen der Klinischen Psychologie und Psychotherapie
  • Sehr gute Computerkenntnisse (MS-Office, SPSS) und die Bereitschaft, sich in neue Programme einzuarbeiten (z.B. Abrechnungssoftware)
  • Flexibilität und Belastbarkeit
  • Frühere klinische Praktikumserfahrungen sind von Vorteil

Nächster freier Praktikumsbeginn

Juli 2021

Kontakt

Bei Fragen und Bewerbungen wenden Sie sich gern an:
Dr. Almut Rudolph

E-Mail schreiben

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