Interessieren Sie sich für unsere Forschung? Auf dieser Seite können Sie mehr über die Forschung zur Sprachverarbeitung in unserer Arbeitsgruppe erfahren.

Darstellung eines Modells der Wortproduktion. Die Modellebenen beinhalten Konzepte, Lemmata und Wortformen.
Ein Modell der Wortproduktion. Abbildung: AG Kognitionspsychologie

Womit beschäftigt sich Forschung zur Sprachverarbeitung?

Menschen nutzen Sprache äußerst effizient. Nahezu mühelos und mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit und Präzision gelingt es uns, gesprochene Sprache zu verstehen und diese selbst zu produzieren. Kinder erwerben diese Fähigkeiten ohne formales Training -- vorausgesetzt, sie durchlaufen eine gesunde Entwicklung und erhalten sprachlichen Input durch ihr Umfeld. Ziel sprachpsychologischer Forschung ist es, diejenigen komplexen kognitiven Prozesse und Repräsentationen zu verstehen, die dieser faszinierenden menschlichen Fähigkeit zur Sprachverarbeitung zugrunde liegen. Mit eigenen Forschungsarbeiten möchten wir zu diesem Ziel beitragen.

Was sind unsere Forschungsschwerpunkte?

Im Mittelpunkt unserer Forschungsarbeiten stehen kognitive Aspekte der Sprachverarbeitung. Dabei untersuchen wir vor allem, wie Sprecher:innen eine kommunikative Intention in eine linguistisch wohlgeformte Äußerung überführen. In unseren Studien verfolgen wir mithilfe behavioraler und elektrophysiologischer Messmethoden unter anderem folgende Fragen:

  • Wie finden Sprecher:innen in ihrem mentalen Lexikon Wörter, die ihre aktuelle kommunikative Intention angemessen ausdrücken?
  • Welche Prinzipien liegen der grammatischen und phonologischen Planung zugrunde?
  • Welchen Einfluss haben Beschränkungen des Arbeitsgedächtnisses (z.B. durch eine Zweitaufgabe) dabei?
  • Welche Rolle spielen kontextuelle Einschränkungen bei der semantischen Verarbeitung und bei lexikalischen Abrufprozessen?
  • Wie unterscheiden sich lexikalische Verarbeitungsprozesse zwischen Kindern und Erwachsenen?
  • Welche Rolle spielt Aufmerksamkeit beim Abruf lexikalischer Informationen?
  • Wie werden Informationen aus unterschiedlichen Modalitäten (Wörter, Bilder, Geräusche) bei der semantischen und lexikalischen Verarbeitung integriert?

In einem aktuellen Forschungsprojekt untersuchen wir inkrementelle Lernprozesse bei der Produktion von Wörtern. Dabei werden wir von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt.

Eine Versuchsleiterin und eine Versuchsperson sitzen in einem Computerlabor und führen ein psychologisches Experiment zur Sprachverarbeitung durch. Beide tragen einen Mund-Nasenschutz.
Durchführung eines Experiments im Computerlabor. Foto: Jörg D. Jescheniak

Möchten Sie uns bei aktuellen Forschungsprojekten unterstützen?

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Versuchsteilnehmer:innen, die an unseren Experimenten zur Sprachverarbeitung teilnehmen möchten. Für Ihre Teilnahme erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung. Wenn Sie an einer Studienteilnahme interessiert und zwischen 18 und 36 Jahren alt sind sowie Deutsch als Muttersprache sprechen, melden Sie sich gerne bei uns. Weiterführende Informationen und ein Kontaktformular finden Sie hier:

 

Informationen für Versuchsteilnehmer:innen

 

Wir freuen uns auf Sie!

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