Profilbildende Forschungsbereiche  

An der Universität Leipzig existieren derzeit sechs Profilbildende Forschungsbereiche, in denen Wissenschaftler verschiedener Fakultäten mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen eng zusammen arbeiten. In zwei dieser Profilbildenden Forschungsbereiche sind Mitglieder der Fakultät für Lebenswissenschaften federführend:

Molekulare und zelluläre Kommunikation: Biotechnologie, Bioinformatik und Biomedizin in Therapie und Diagnostik

Im Profilbildenden Forschungsbereich III beschäftigen sich mehrere international konkurrenzfähige Arbeitsgruppen mit dem Thema: „Molekulare und zelluläre Kommunikation: Biotechnologie, Bioinformatik und Biomedizin in Therapie und Diagnostik“.

Ausgehend von evolutionsbiologischen und bioinformatischen Ansätzen werden molekulare und zelluläre Kommunikationsstrukturen identifiziert und deren Bedeutung für neuartige Therapiekonzepte entwickelt. Einen Schwerpunkt stellt dabei die Geweberegeneration dar. Von der Zusammenfassung und Fortentwicklung dieser Aktivitäten werden grundlegende Erkenntnisse über zelluläre Kommunikationen auf der Ebene der Proteininteraktionen und ihre Steuerung auf RNA-Ebene erwartet. Diese sollen zum Einsatz kommen bei neuartigen Anwendungen, wie z. B. Protein- und/oder Zelltherapeutika. Mit Hilfe von neuartigen nanobioelektronischen und bioanalytischen Techniken sollen Diagnostikverfahren gestärkt und in klinisch anwendbare Systeme überführt werden.

Desweiteren werden zell- und molekularbiologische, sowie proteinchemische und proteinanalytische Grundlagen in Hinblick auf eine klinische und biotechnologische Nutzung erarbeitet. Angestrebt wird die reibungslose Überführung von klinisch relevanten Resultaten aus der Grundlagenforschung in klinische Studien sowie eine verbesserte Diagnostik, Therapie und Prävention.

Sprecherin: Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger

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Gehirn, Kognition und Sprache

Der Profilbildende Forschungsbereich IV „Gehirn, Kognition und Sprache“ untersucht höhere geistige Funktionen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Motorik und Sprache.

Ziel ist es, die hirnorganischen Grundlagen dieser kognitiven Prozesse aufzuklären, zu einem vertieften Verständnis assoziierter Hirnerkrankungen beizutragen und innovative Therapieansätze zu entwickeln. Hierzu vereint der Profilbildende Forschungsbereich interdisziplinäre Forschungsprojekte mit einem breiten Methodenspektrum an zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Natur- und Geisteswissenschaften, sowie der Medizin. Dieser multidimensionale Forschungsansatz erstreckt sich von genetischen Untersuchungen, der Erfassung von Zell-Zell-Interaktionen und Beschreibung neuronaler Netzwerke, über die Verhaltensanalyse, bis hin zur Untersuchung der Sprachverarbeitung und der Analyse des formalen Aufbaus von Sprache.

Sprecher: Prof. Dr. Rudolf Rübsamen

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letzte Änderung: 29.09.2017