Sonderforschungs- bereich 610 und Transregio 67  

Die Fakultät für Lebenswissenschaften ist an einem von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich (SFB) und einem Sonderforschungsbereich/ Transregio beteiligt:


Sonderforschungsbereich 610

Der SFB 610 "Protein-Zustände mit zellbiologischer und medizinischer Relevanz" ist ein gemeinsamer Sonderforschungsbereich der Universität Leipzig, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Forschungsstelle Enzymologie der Proteinfaltung der Max-Planck-Gesellschaft, Halle (Saale). Er wurde 2002 eingerichtet und befindet sich nun in der dritten Förderphase. Sprecherin ist Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger (Universität Leipzig). 

Der SFB 610 untersucht die Auswirkungen von unterschiedlichen Faltungszuständen von Proteinen auf die Entstehung von Krankheitsbildern. In jüngster Zeit wird die pathologische Relevanz unterschiedlicher Faltungszustände immer deutlicher erkannt. Als faltungsbedingte Krankheiten gelten etwa das Creutzfeldt-Jacob-Syndrom oder die Cystische Fibrose. Änderungen in der Proteinfaltung wirken sich in einer molekular noch weitgehend unbekannten Weise auf die biologische Funktion der Proteine aus. 

Im SFB 610 werden die Teilbereiche "Charakterisierung funktionell relevanter Protein-Zustände", "Protein-Zustände und interventionelle Strategien" und "Charakterisierung funktionell relevanter Protein-Modifikationen" bearbeitet. Zudem werden erste Erkenntnisse vergangener Förderperioden in einem Transferprojekt mit der Wirtschaft umgesetzt. 

Das integrierte Graduiertenkolleg "Protein Science" ist für die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern im SFB zuständig und vernetzt die Doktoranden der einzelnen Teilprojekte.

www.uni-leipzig.de/sfb610

Transregio 67

Der Transregio 67 "Funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen in Knochen- und Hautgewebe – vom Material zur Klinik" strebt eine grundsätzliche Veränderung dieser Situation durch die grundlagenorientierte Erforschung und Weiterentwicklung von artifiziellen Extrazellulären Matrizes (aECM) für die Wundheilung bei Haut- und Knochenverletzungen an. Der Transregio 67 ist in zwei Projektbereiche unterteilt: 

Projektbereich A – Matrixengineering umfasst die vorwiegend materialwissenschaftlich/chemisch ausgelegten Teilprojekte einschließlich zugehöriger analytisch ausgerichteter Teilprojekte. 

Projektbereich B – Biologische Wirkprofile in Zellsystemen und aECM-gestützte Geweberegeneration bündelt Projekte mit zellbiologischer und klinischer Ausrichtung. Den Schwerpunkt bildet die systematische zell- und molekularbiologische Charakterisierung von Matrix/Zell-Wechselwirkungen in komplexen Systemen.

www.uni-leipzig.de/~trr67


letzte Änderung: 29.09.2017