Das Netzwerk Botanischer Gärten für phänologische Beobachtungen wurde 2017 gegründet und ist ein globaler Zusammenschluss von Botanischen Gärten für phänologische Beobachtungen. PhenObs vereint Wissenschaftler:innen, Studierende und Bürgerwissenschaftler:innen in der Frage, welchen Einfluss der Klimawandel auf die Phänologie von krautigen Pflanzenarten hat.

Zwei rote Blüten an einem Kaktus der Gattung Echinocereus. Unscharf im Hintergrund Teile des Kaktus.
Kaktus der Gattung Echinocereus, Foto: Wolfgang Teschner

Die Phänologie und funktionelle Pflanzenmerkmale werden nach standardisierten Verfahren gemessen. Botanische Gärten sind hierfür ideal, da sie durch ihren Artenreichtum eine hervorragende Grundlage schaffen, um viele Pflanzenarten aus verschiedenen Lebensräumen zu erforschen. Phänologie beschreibt die zeitliche Abfolge biologischer Entwicklungsereignisse. Bei Pflanzen sind dies die Blattentfaltung, Blüte, Fruchtbildung und Seneszenz.

Aufgrund des Klimawandels kommt es zu zeitlichen Verschiebung von Entwicklungsschritten. So hat sich in den letzten 100 Jahren der Frühling um durchschnittlich 11 Tage verfrüht. Das hat Auswirkungen auf die Biodiversität, biotische Interaktionen und Ökosystemdienstleistungen. PhenObs hat das Ziel, die phänologischen Verschiebungen krautiger Arten durch abiotische und biotische Veränderungen besser zu verstehen. Desweiteren wollen wir Aussagen darüber treffen, inwieweit solche Verschiebungen vorhergesagt werden können.

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