Mit einem Pfund lässt sich sicher wuchern: Der Botanische Garten der Universität Leipzig ist der älteste seiner Art in Deutschland und kann sogar gemeinsam mit Pisa, Padua und Florenz als einer der ältesten Gärten in Europa gelten.

Schwarz-weiß Fotoaufnahme von oben aus der Luft auf die alten Gewächshäuser.
Luftaufnahme des historischen Gewächshauskoplexes vor den Umbauten in den 90iger Jahren. Foto: Botanischer Garten Leipzig

Bereits ab 1542, dem Jahr der Übertragung des Dominikanerklosters St. Pauli "mit ihren darbey gelegenen Gärten" an die Universität Leipzig könnte der Garten als Arzneipflanzengarten - als Hortus medicus - eigenständig bewirtschaftet worden sein. Das nächste nachweisbare Datum ist das Jahr 1580 mit der Ernennung der Mathematikers Prof. Moritz Steinmetz zum Präfekten des Gartens, was ihn als ältesten Botanischen Garten Deutschlands ausweist.

Während der folgenden mehr als 450-jährigen Geschichte wurde der Garten allerdings viermal im Stadtgebiet Leipzigs verlegt.

Der letzte Umzug geschah 1876. Damals musste der Botanische Garten dem Bau des Reichsgerichtes, dem heutigen Bundesverwaltungsgericht, weichen. An seinem heutigen Standort in der Linnéstraße wurden damals zusammenhängende Gewächshäuser gebaut, die in ihren Grundzügen noch heute erhalten sind. Die Zerstörungen des 2. Weltkrieges führten zum fast vollständigen Verlust des Pflanzenbestandes und einiger Gewächshäuser. Erst die umfangreichen Sanierungen und Neubauten der Jahre 1998 bis 2003 ermöglichen seitdem optimale Lehr- und Forschungsbedingungen.

Heute dient der Botanische Garten, als Garten der Vielfalt, nicht nur der Lehre und Forschung, sondern auch als Ort der Begegnung dem Wissenstransfer zwischen der Universität und der Gesellschaft.

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